Pflanzenkohle
für Thassos

Unsere Insel im Wandel

Thassos steht vor spürbaren Herausforderungen: Der Klimawandel bringt längere Trockenperioden, sinkende Wasserreserven und Belastungen für Böden und Landwirtschaft. Auch der Tourismus hinterlässt Spuren – besonders beim Wasserverbrauch.

Pflanzenkohle – eine natürliche Chance

Pflanzenkohle, hergestellt aus organischen Reststoffen wie Baumschnitt (z.B. von Olivenbäumen), hilft Böden dabei, Wasser und Nährstoffe besser zu speichern. Diese natürliche Methode verbessert die Bodenstruktur nachhaltig und schützt vor Erosion und Austrocknung.

Zukunft beginnt im Boden

Weniger Wasserverbrauch, fruchtbare Böden und stärkere Ernten – Pflanzenkohle kann Teil der Lösung sein.
Jeder Beitrag zählt, um unsere Insel lebendig, grün und zukunftsfähig zu erhalten.

Was ist Pflanzenkohle?

Definition
Pflanzenkohle ist ein kohlenstoffreiches Material, das aus organischer Biomasse durch Pyrolyse (Erhitzung unter Sauerstoffausschluss) entsteht. Sie ist besonders stabil und wird vor allem zur Bodenverbesserung und Kohlenstoffspeicherung genutzt.

Historie
Die Nutzung von Pflanzenkohle geht auf die indigene Bevölkerung des Amazonasgebiets zurück, die vor über 1000 Jahren „Terra Preta“-Böden anlegte. Diese fruchtbaren Böden bestehen teils aus Holzkohle und zeigen noch heute eine hohe Nährstoffdichte und Produktivität.

Aktuelle Nutzung
Heute gilt Pflanzenkohle als vielversprechendes Mittel für Landwirtschaft und Klimaschutz. Sie verbessert die Bodenstruktur, speichert Wasser und fördert Bodenmikroben, während sie gleichzeitig CO₂ langfristig bindet.
Aktuelle Forschungen konzentrieren sich auf die Optimierung und Standardisierung der Produktion für diverse Anwendungen.

Pflanzenkohle selbst herstellen – So geht's!

Pflanzenkohle ist ein vielseitiges Naturprodukt, das vor allem zur Bodenverbesserung und Klimaschonung genutzt wird. Sie kann einfach selbst hergestellt werden, indem organisches Material wie Holz, Stroh oder Nussschalen verkohlt wird.

Für die Herstellung wird die Biomasse in einem geschlossenen, hitzebeständigen Behälter (z. B. einem Metallfass) erhitzt. Dabei entweichen brennbare Gase, die die Biomasse ohne Sauerstoffzufuhr verkohlen. Alternativ kann eine Grubenpyrolyse genutzt werden: Eine Schicht Biomasse wird in einer Grube von oben nach unten abgebrannt und anschließend mit Erde abgedeckt, um die Verkohlung zu beenden.

Nach dem Abkühlen wird die Pflanzenkohle zerkleinert und für die Anwendung vorbereitet. Sie kann direkt in den Boden eingearbeitet oder mit Kompost angereichert werden, um die Nährstoffspeicherfähigkeit zu erhöhen.

Ob im Garten oder für Umweltprojekte – selbstgemachte Pflanzenkohle ist eine nachhaltige Lösung für fruchtbare Böden und eine gesündere Umwelt!

Wo kann man Pflanzenkohle verwenden?

Pflanzenkohle ist ein wahrer Allrounder für Garten, Landwirtschaft und Umwelt. Ihre außergewöhnliche Fähigkeit, Wasser und Nährstoffe zu speichern, macht sie ideal als Bodenverbesserer: Sie sorgt für fruchtbare Böden, erhöht die Erträge und verbessert die Bodenstruktur.

Auch in der Tierhaltung findet sie Anwendung, etwa als Futterzusatz zur Förderung der Verdauung und zur Bindung von Schadstoffen. In der Kompostierung stabilisiert Pflanzenkohle die Nährstoffe, reduziert Gerüche und beschleunigt die Humusbildung.

Darüber hinaus wird sie in Wasserfiltersystemen, zur Geruchsneutralisation und als Bestandteil von Baustoffen genutzt. Dank ihrer CO₂-bindenden Eigenschaften trägt sie zudem aktiv zum Klimaschutz bei.

Egal, ob im eigenen Garten oder in großen Umweltprojekten – Pflanzenkohle ist eine nachhaltige Lösung mit unzähligen Einsatzmöglichkeiten!